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Multiples | Sammlung Opitz-Hoffmann

Mit der Ausstellung wird ein weiterer Schwerpunkt erschlossen, der nicht bloß durch einen Gattungsbegriff als Thema zusammengehalten wird, sondern konzeptuell zum Ausdruck bringt, was die Ausrichtung der Sammlung auch inhaltlich determiniert.

Bernhard J. Blume, Heilsgebilde (Gott), 1990, Multiple, Sammlung Opitz Hoffmann Bernhard J. Blume, Heilsgebilde (Gott), 1990, Multiple, Sammlung Opitz Hoffmann ©Kunstsammlung Jena

11. November 2023 – 3. März 2024

Multiples, zu Deutsch Auflagenobjekte, sind beispielhaft für den Anspruch von Künstlerinnen und Künstlern in der Nachkriegszeit, sich mit neuen Ideen gegen die etablierten Formen der Kunst zu wenden. „Kunst für alle!“, lautet so ein prägnantes Credo, das der gesellschaftskritischen und nonkonformistischen Aufbruchsstimmung der 1960er Jahre entwuchs und zum Schlüsselgedanken für neue Ausdrucksformen wie dem Multiple wurde. Viele der nationalen und internationalen Positionen in der Sammlung Opitz-Hoffmann entwickelten sich aus diesem Nährboden; ein großer Teil der Werke entstammt jenem Wirkungsraum der Städte Köln, Bonn und Düsseldorf, wo in der Zeit vor 1989 transgressive Strömungen, wie etwa die Fluxus-Bewegung florierten. Das Multiple wurde hier zu einer wichtigen, charakteristischen Gattung.

R. Ruthenbeck, Gummiseilzeichnung, 1988, Multiple, Sammlung Opitz Hoffmann R. Ruthenbeck, Gummiseilzeichnung, 1988, Multiple, Sammlung Opitz Hoffmann ©Kunstsammlung Jena

Begrifflich ursprünglich durch den Schweizer Künstler Daniel Spoerri und seine Edition MAT (Multiplication d’Art Transformable, 1959) geprägt, bleibt es schwierig, das Multiple definitorisch scharf zu umranden. Essenziell ist die serielle, vom Künstler autorisierte Produktion, wobei es sich im Unterschied zu druckgrafischen Arbeiten meist um dreidimensionale Objekte handelt. Der künstlerische Entwurf wird multipliziert, d. h. eine Auflage mehrerer, üblicherweise identischer Exemplare des Werks ausgeführt, häufig nicht durch die Hand des Künstlers selbst, sondern durch maschinelle Unterstützung oder Fachkräfte. Hieraus resultiert eine Mehrzahl an Originalen, nicht Kopien, analog zur Druckgrafik, die angesichts eines erweiterten Kunstbegriffs jedoch als einziges Mittel der Vervielfältigung zu eng geworden war. Das Multiple lässt dem Künstler die größtmögliche Freiheit in der Wahl des Materials und Vorgehens.

Felix Droese, Atlas, 1990, Multiple, Sammlung Opitz Hoffmann Felix Droese, Atlas, 1990, Multiple, Sammlung Opitz Hoffmann ©Kunstsammlung Jena

Das Ausstellungsprojekt der Kunstsammlung Jena vereint die Multiples von über 30 Künstlerinnen und Künstlern und ermöglicht so eine eingehende Auseinandersetzung mit der markanten Ausdrucksform. Dabei bestechen die Arbeiten nicht nur mit ihren zeit- und gesellschaftskritischen Ideenhintergründen, vor allem wissen sie mit viel intelligentem Witz, seltener Originalität und ästhetischer Raffinesse zu unterhalten und inspirieren.

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