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Kunstsammlung Jena
Städtische Museen Jena
Eine Einrichtung von JenaKultur.
Markt 7
07743 Jena

Tel. +49 3641 49-8261
Fax +49 3641 49-8255
kunstsammlung@jena.de

Kurator
Erik Stephan
erik.stephan@jena.de

Direktor
Städtische Museen Jena
Dr. Ulf Häder

Werkleitung
Jonas Zipf (Werkleiter)
Carsten Müller
Thomas Vogl

Öffnungszeiten

„Das stärkste, was Morgen heute bietet.“ Der Sturm in Jena

Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafik und Skulpturen

©Kunstsammlung Jena

Ausstellung vom 1. September bis 17. November 2019

Eröffnung: 1. September 2019, 11 Uhr
Presserundgang: 30. August 2018, 11 Uhr

Als Herwarth Walden am 6. Juli 1924 im Jenaer Kunstverein die Ausstellung „Der Sturm – Gesamtschau“ mit Werken von Alexander Archipenko, Rudolf Bauer, Willi Baumeister, Georges Braque, Marc Chagall, Robert Delaunay, Oskar Fischer, Albert Gleizes, Paul Klee, Oskar Kokoschka, Fernand Léger, Franz Marc, Laszlo Moholy-Nagy, Johannes Molzahn, Iwan Puni, Lothar Schreyer, Kurt Schwitters, William Wauer und anderen eröffnete, hatte der „Träumer mit Bodenhaftung“ bereits viele seiner Ziele erreicht und der neuen, unabhängigen Kunst ein Forum geschaffen, das wesentlich zur Durchsetzung der modernen Stilrichtungen im nationalen und internationalen Kunstbetrieb beitrug.
Im März 1912 eröffnete Walden die Sturm-Galerie in der Berliner Tiergartenstraße mit einer Wanderausstellung des Blauen Reiter. Später war die legendäre Galerie in der Potsdamer Straße 134 A angesiedelt, wo sich auch die Redaktion seiner programma¬tischen Zeitschrift Der Sturm befand. Die Zeitschrift Der Sturm erschien ab 1910 zunächst wöchentlich, später monatlich bis 1932 und verstand sich als „Blatt der Unabhängigen“. Bereits im September 1921 fand die hundertste Ausstellung statt und Waldens Glaube an die Strahlkraft der Kunst machte ihn zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten im Kunstbetrieb der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.
Der Expressionismus war für Herwarth Walden keine Mode, sondern „eine Weltanschau¬ung“, die ihn begeisterte, aber nicht davon abhielt auch die Künstler und Künstlerinnen des Futurismus, Kubismus, Dadaismus und Konstruktivismus mit ebensolcher Leidenschaft zu fördern. Europäische Bedeutung erlangte die Galerie spätestens durch den Ersten Deutschen Herbstsalon 1913, einer der bedeutendsten Ausstellungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung wurde verrissen, markiert aber auch den geschäftlichen Erfolg Waldens. In dieser Hinsicht war vor allem die Vermarktung der Künstler des Blauen Reiter bedeutungsvoll. Mit seinem sicheren Blick für Kunst und Künstler seiner Zeit entwickelte sich Walden zum wohl wichtigsten Förderer der deutschen Avantgarde und prägte die deutsche und europäische Kunstszene. Waldens schwärmerisches Urteil über Kandinsky „Das stärkste, was Morgen heute bietet“ kann auch als programmatische Idee seiner Galerie verstanden werden.
Herwarth Walden wurde 1878 als Georg Lewin in Berlin geboren und arbeitete als Schriftsteller, Verleger, Gale¬rist, Musiker und Komponist. 1903 heiratete er Else Lasker-Schüler, der er sein Pseudo¬nym Herwarth Walden verdankte und von der er 1912 geschieden wurde. Noch im gleichen Jahr heiratete er die Schwedin Nell Roslund, eine Journalistin und Übersetzerin, die wesentlichen Anteil am Erfolg der Sturm-Galerie hatte. 1918 wurde Walden Mitglied der KPD und übereignete kurz darauf seiner Frau die legendäre Kunstsammlung Walden. 1924 ließen sich Herwarth Walden und Nell Roslund scheiden. Herwarth Walden ging mit der Über¬setzerin Ellen Bork nach Moskau, wird später inhaftiert und starb 1941 in einem Gefäng¬nis bei Saratow. Der Todeszeitpunkt wurde seiner Tochter Sina Walden erst 1966, bei einem Besuch in Moskau, mitgeteilt.
Das erste Gastspiel der Galerie Der Sturm in Jena fand bereits im Jahre 1918 mit überwiegend grafischen Arbeiten von Rudolf Bauer, Heinrich Campendonk, Marc Chagall, Jacoba van Heemskerck, Paul Klee, Oskar Kokoschka, Georg Schrimpf, Fritz Stuckenberg, Maria Uhden und William Wauer statt. Der Ausstellungsleiter des Jenaer Kunstvereins, der Künstler und Kunsthistoriker Walter Dexel, pflegte bereits enge freundschaftliche Beziehungen zu vielen Künstlern aus dem Umfeld der Sturm-Galerie und zeigte deren Werke regelmäßig in Jena. Das brachte ihm einige Zustimmung aber vor allem Kritik, die in dem Vorwurf gipfelte, dass er in Jena eine Art Außenstelle der Berliner Galerie Der Sturm betreiben würde. Dexel hielt jedoch an seiner Idee fest, den Jenaer Kunstverein als Schaufenster der modernen Kunst zu entwickeln und auszubauen. Das führte schließlich 1928 zu seiner Entlassung aus seinem Amt.


Die Ausstellung „Der Sturm in Jena“ will das programmatische Wirken des Jenaer Kunstvereins an der Berliner Galerie Der Sturm spiegeln und dabei vor allem die Verortung der Bauhaus-Meister und deren Umfeld im Wirken der beiden Ausstellungs¬plattformen betrachten. Die Beziehungen der Künstler, Autoren und Galeristen sind inhaltlich vielfältig und eröffnen auf Haupt- und Nebenwegen einen Blick auf eines der interessantesten Kapitel der modernen Kunstgeschichte. Einmal mehr spiegelt der Blick auf regionale Zusammenhänge den Blick auf Muster, die sich auch im Großen bestätigen und die in all ihrer (disparaten) Fülle, jene Vielfalt anstoßen, die bis in die aktuelle Kunst ertragreich ausblüht.

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