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Kunstsammlung Jena
Städtische Museen Jena
Eine Einrichtung von JenaKultur.
Markt 7
07743 Jena

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Fax +49 3641 49-8255
kunstsammlung@jena.de

Kurator
Erik Stephan
erik.stephan@jena.de

Werkleiter JenaKultur
Jonas Zipf

Direktor
Dr. Ulf Häder


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Erika John. Zum 75. Geburtstag

Malerei und Zeichnungen

2018 jährt sich der Geburtstag von Erika John zum 75. Mal. Aus diesem Anlass widmet die Kunstsammlung Jena dieser sensiblen Künstlerin eine Ausstellung, die ihr einzigartiges bildkünstlerisches Werk zum ersten Mal ausführlich vorstellt.

19. Mai 2018 – 12. August 2018

Presserundgang: 18. Mai 2018, 11 Uhr

Vernissage: 18. Mai 2018, 20 Uhr

©Kunstsammlung Jena

Erika John wurde am 1. Januar 1943 in Jena geboren und schied zwischen dem 1. März 2007 und 25. Januar 2008 durch Freitod aus dem Leben. Erikas Vater war der Dekorateurmaler Willy John, ihre Mutter, Paula Klose, ist die Tochter von Josef Klose, der als Mitglied der thüringischen Widerstandsgruppe „Magnus Poser“ am kommunistischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus mitwirkte. Die später geschiedene Paula John übergab ihre vierjährige Tochter dem sozialistischen DDR-Heimsystem (Erika durchlitt bis zur Volljährigkeit nach eigenen Angaben acht Heime), um sich ausschließlich ihrer SED-Parteikarriere zu widmen. Die Tochter litt unter der Kälte dieser Heimkindheit – „Angst war der Grundton meines Lebens“, sagte sie später.
Erika John war von 1961 bis 1963 für ein Studium an der Arbeiter- und Bauernfakultät eingeschrieben. Ab 1963 absolvierte sie eine Ausbildung zum Steinmetz, um danach, von 1965 bis 1970 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden Malerei und Grafik zu studieren. Nach ihrem Studium arbeitete sie kurzzeitig im Büro für Städtebau Jena, ab 1970 war sie als freischaffende Künstlerin tätig. Sie unterrichtete von 1973 bis 1982 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und hatte von 1983 bis 1987 einen Lehrauftrag an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle, Burg Giebichenstein. Bis in die 1990er-Jahre sah man in ihr eine Hoffnungsträgerin des bildkünstlerischen Schaffens in Thüringen. Sie war als sensible Zeichnerin mit originärer Handschrift bekannt sowie als Ausstellungsgestalterin, Kursleiterin und Bildhauerin tätig. Die Fotografien begleiten das Werk mit bildnerischen Notizen.
Nach dem Tod der Mutter 1994 erfuhr Erika John aus Dokumenten das ganze Ausmaß des mütterlichen Verrats. Sie beantragte Einsicht in ihre Stasi-Akten, was ihr gewährt wurde: „Alles war, ist noch schlimmer als erwartet.“ Trotz einer selbst erarbeiteten, guten Verwurzelung im Buddhismus erholte sich Erika John nicht von der Erkenntnis, dass die ihr verhassten Heimaufenthalte aus Sicht der Mutter ihrer Erziehung zu einem „sozialistischen Menschen“ dienen sollten. Sie stürzte in eine Identitätskrise, reagierte mit Rückzug und Verweigerung. Nach zahlreichen Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen zog sich Erika John in den 1990er-Jahren immer weiter zurück. Sie stellte ihre Arbeiten nicht mehr aus, mied Begegnungen und vereinsamte in Jena-Lobeda.
Im letzten, undatierten Eintrag in ihren Aufzeichnungen heißt es: „Vierundsechzig Jahre Leben in vier Deutschländern sind genug. (…) Ich habe keinerlei staatliche Hilfe beantragt, keine Rente, bin nicht mehr versichert und habe den Personalausweis nicht erneuern lassen. Spareinlagen zur Begleichung der noch anfallenden Kosten sind vorhanden. Somit verabschiedet sich das Erziehungs-, Verwaltungs- und Mobbingobjekt E. John.“

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